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…besser gesagt: Willkommen in New Jersey!
Zugegeben, bei den Bildern kann ich die zeitliche Reihenfolge nur vermuten. Auch den Ort des ersten Bildes kann ich “nur” Deuten: Der “City-Hafen” von New York, in Hoboken, New Jersey.
Hoboken wurde dadurch berühmt, dass dort eigentlich alle großen Reedereien ihre Piers hatten. Die Hamburg-Amerika-Linie und der Norddeutsche-Lloyd hatten dort ein gemeinsames riesiges Areal. Seine Piers ragten weit in den Hudson-River hinein.
Durch mehrere große Feuer zerstört, wurde der dortige Hafen immer wieder neu Aufgebaut. Hoboken selbst hatte um 1900 gute 59.000 Einwohner, geschätzte 20% davon waren deutsche Auswanderer, die natürlich die örtliche Wirtschaft entsprechend prägten.
Um nun nach New York zu kommen, musste man nur noch über den Hudson. Gewöhnlich erfolgte dies durch die noch Heute bekannten Fährverbindungen.
Vor vielen Jahren fand jemand eine Kiste.
Diese Kiste enthielt “das Leben” eines Mannes,
der um 1900 das Licht der Welt erblickte, und
gegen Ende der 1970er verstarb.
Obwohl mir der Namen der Person bekannt ist, werde ich den
Namen nicht verraten. Wenn ich ehrlich bin, interessiert mich
der Name, und/oder die Person am wenigsten:
Neben den persönlichen Dokumenten enthielt die Kiste Fotos.
Fotos aus Amerika, New York, Chicago, …
Einige der Fotografien habe ich nun erhalten. Und diese sind spannend!
Nicht wegen der Person, sondern wegen der abgelichteten Orte, Momente,
und Situationen.
Ich war noch niemals in Amerika, und werde so schnell auch nicht
über den großen Teich kommen.
Trotzdem interessiert es mich, wo diese Bilder entstanden.
Und so bin ich nun auf der fotografisch-detektifischen Suche,
welche Orte man auf diesen Bildern erkennt.
Einiges habe ich schon herausgefunden.
Bei vielen Bildern habe ich überhaupt keinen Anhaltspunkt.
Das erste Bild ist für mich das beste Beispiel:
Wo entstand es?
Zu welcher Zeit entstand es?
Ist es schon in Amerika aufgenommen?
…da ich keine der Antworten kenne, deute ich es einfach mal als den Startpunkt
der Reise:
Im Hotel
…ein weiters Bild vom ersten “eigenen” Film:
Es gibt aber noch einiges zu lernen. Natürlich war es am Samstag(-mittag) sehr hell.
Dementsprechend sind auch einige Bilder fast überbelichtet, und ich habe einige auch
nochmals digital nachbearbeitet. Es kann aber auch am eingesetzten Entwickler liegen,
bzw. der Zeit des Films im Entwickler. Der nächste Versuch wird es zeigen…
Das allmächtige Internet hatte mal wieder recht: Es ist Kinderleicht einen S/W-Film
selbst zu entwickeln. Dieses mal ausgestattet mit einem ordentlich belichteten Film,
ging es am Samstagmittag nochmals ans Werk. Bereits noch in der Trommel lies der Film
erkennen, es könnte etwas geworden sein. Nochmals genau hingeschaut beim Trocknen:
Jepp, das passt!
Nun ist der Film getrocknet, mundgerecht geschnitten, und ich habe nun die Aufgabe meinen Negativscanner genauer kennenzulernen…
Anbei aber mal ein erstes Bild, vom ersten eigenen Film:
Theoretisch ist es ganz einfach: Man nimmt den Film aus der Kamera, gibt Entwickler, später Fixierer dazu, schüttelt das ganze mehrmals gut durch, entnimmt den Film, hängt ihn auf, streift ihn ab, und lässt ihn trocknen. Theoretisch…
Ganz so einfach ist es dann doch nicht. Aber mit einer Anleitung aus dem allmächtigen Internet wurde dann mal mit dem ersten Film begonnen.
Natürlich habe ich einige Anweisungen nach meiner Art ausgelegt. Und trotzdem schien es zu klappen.
Praktisch hätte es dann auch geklappt, währe der Film belichtet gewesen… ;o)
Irgendwo an “Meisterleins” Yashica muss ein Lichtleck sein…